MS Astor und MS Deutschland

MS DEUTSCHLAND, MS ASTOR und MS DELPHIN insolvent

Die Betreiber von Ein-Schiff-Gesellschaften tun sich zunehmend schwer. Kleine Reedereien können sich in einem, zwar stetig wachsenden Markt, nur mühsam gegen die Flotten der großen internationalen Konzerne behaupten. Sinkenden Preisen, neuen Schiffen und vor allem den Mengenvorteilen können die meist älteren Kreuzfahrtschiffe nur eine gewisse persönliche Note und interessante Routenwahl entgegenhalten. Trotzdem führte dies in der Vergangenheit zu immer geringerer Auslastung, die einen kostendeckenden Betrieb nicht ermöglicht.
 
 

Rettungschancen für MS DEUTSCHLAND gering

Am 30.10.2014 hat das Amtsgericht Eutin das vorläufige Insolvenzverfahren über die „MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH“ angeordnet. Zunächst bestand noch Hoffnung einen Käufer für die als „ZDF Traumschiff“ bekannte „MS DEUTSCHLAND“ zu finden. Der Optimismus der Betreiber scheint aber zu groß gewesen zu sein. Zwar wurden zunächst nur einige Kurzreisen storniert, am 27.11.2014 musste nun auch die für den Winter geplante Weltreise abgesagt werden.
Das Schiff liegt seit Wochen vor Gibraltar und wartet auf einen Käufer.

Derweil bestätigt Wolfgang Rademann, Produzent der ZDF-Serie „Das TRAUMSCHIFF“, dass die für Februar geplanten Dreharbeiten abgesagt sind. Er ist auf der Suche nach einem neuen Schiff. ZDF-Sprecher Peter Gruhne geht davon aus, dass „…wir 2015 wie geplant jeweils zwei neue Folgen ,Das Traumschiff' und ,Kreuzfahrt ins Glück' produzieren werden.“ Sendetermin wäre Weihnachten 2015.
 
 

MS ASTOR in Schwierigkeiten, aber zuversichtlich

Auch die Premicon Hochseekreuzfahrt GmbH & Co. KG MS Astor, Eigner des deutschen Kreuzfahrtschiffs MS Astor, hat beim Amtsgericht Bremen Anfang November Insolvenz angemeldet. Das Schiff befand sich gerade auf dem Weg nach Australien, als die 250-köpfige Crew und die Passagiere die Nachricht ereilte.
Hier hofft man, dass das 176m lange Schiff nicht an die Kette gelegt werden muß.
Der Generalbevollmächtigte Sven Lundehn betont, dass nun trotz des Insolvenzantrags die Gehälter für die Crew, der Treibstoff und die Hafengebühren bezahlt würden. "Der laufende Schiffsbetrieb ist gesichert", betont Lundehn. "Die Passagiere werden keinen Unterschied merken."
Plan ist, mit dem Schiff über den Winter in Australien Kreuzfahrten anzubieten. Nach einer Umstrukturierung der Gesellschaft soll ab 1. Mai 2015 hier der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.
 

Status der MS DELPHIN ist unklar

Auch die beliebte MS DEPHIN ist in nicht absehbaren Schwierigkeiten. Nachdem das Schiff im Sommer von dem indischen Investor Pradeep Agrawal gekauft wurde konnte man erst einmal durchatmen. Geplant war ein Werftaufenthalt im November und anschließend die Fahrt nach Indien, um in den Wintermonaten dort Kreuzfahrten anzubieten.
Inzwischen ist der Werftaufenthalt abgeschlossen, aber Schiff liegt immer noch vor der Werft in Rijeka und wartet auf einen Charterer oder Käufer.
Denn der Vermarkter „Passat Kreuzfahrten“ hat inzwischen Insolvenz angemeldet und Pradeep Agrawal hat offenbar kein Interesse mehr. Wie es weiter geht ist unklar.
 
 

AMBIENTE stellt mit MS AZORES den Betrieb ein

Wegen ungenügender Auslastung hatte auch die „MS AZORES“ Probleme. Deshalb stellte Ambiente Kreuzfahrten bereits im Herbst den Betrieb ein.
 
 
Damit bleiben nicht mehr viele kleine deutsche Hochsee-Kreuzfahrtschiffe übrig.
Hapaq Lloyd, Phoenix Kreuzfahrten und die MS HAMBURG -um nur die größten Gesellschaften zu nennen.
Es gilt aber wie immer unser Rat: Buchen Sie nur bei Experten, denn:
Viele verkaufen (neben anderem) auch Kreuzfahrten, wir machen nichts anderes!
 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns!

 

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